Buch des Monats – Februar

Daniel Glattauer: Ewig Dein (2012)

Die beiden Protagonisten Judith und Hannes lernen sich zufällig im Supermarkt kennen. Hannes tritt Judith auf die Ferse und wartet anschließend vor dem Geschäft auf sie. Eine Beziehung zwischen dem Architekten Hannes und der eigentlich zum Singledasein neigenden Geschäftsfrau Judith, sie besitzt ein Lampengeschäft, bahnt sich an. Nachdem Judith die Romanze beenden möchte, wird Hannes zum Stalker und die Geschichte läuft aus dem Ruder, die Liebesgeschichte wird zum Psychothriller. Das Ende ist überraschend und spannend. Hier ein Interview mit dem Autor.

Daniel Glattauer lädt übrigens auf seiner Homepage zum Mitmachen bei einem Geschichten-Wettbewerb ein. Gesucht wird die schönste, skurrilste oder absurdeste Liebesgeschichte.

Kinder wollen lesen (lernen)

Kinder wollen lesen (lernen)! Noch lange vor dem eigenständigen Lesen beginnt die Sprachförderung. Jede Geschichte, die vorgelesen wird, jedes Lied, das gemeinsam gesungen wird, jedes Gespräch, das mit dem Kind geführt wird, trägt zur Sprachentwicklung bei.

Barbara Knieling ist Buchhändlerin, Journalistin und rezensiert Kinder- und Jugendbücher. Auf ihrer Homepage stellt sie Bilderbücher „zum immer wieder Vorlesen“ vor. Gleichzeitig gibt sie wertvolle Tipps fürs Vorlesen.

Buch des Monats – Oktober

Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (2011)

An seinem hundertsten Geburtstag beschließt Allan Karlsson, das Altersheim, in dem er lebt, zu verlassen …. Eine lesenswerte Rezension dieses 2009 in Schweden erschienenen, wunderbaren Romans finden Sie hier.

Das Erstlingswerk des schwedischen Autors, der im Tessin lebt, ist nicht nur in Schweden ein Bestseller – es kann auch bei uns entlehnt werden!

Barbara Haslinger

Conny Eller zur „Welt der Frau“

In unserem Sortiment haben wir seit kurzem die sehr interessante (Frauen)zeitschrift  „Welt der Frau“. Das Wort „Frauen“ ist hier bewusst in Klammer gesetzt, da das breite Themenspektrum auch Männer anspricht. Mich begeistern die guten, informativen Berichte  sowie die Gestaltung der Zeitschrift. Auf seitenlange Werbeschaltungen, Modeshootings und reißerische Reportagen wird verzichtet, das tut richtig gut! Die Themen sind aktuell bzw. zeitlos und die eine oder andere Kolumne habe ich schon richtig liebgewonnen. „Welt der Frau“ist eine der wenigen Zeitschriften, die man nicht rasch durchblättert und überfliegt, sondern die noch richtig Lesestoff für einen bereithält.

Cornelia Eller

p. s. : Die Welt der Frau gibts auch im Internet.

Buch des Monats – April 2011

Nicholas Carr: Wer bin ich, wenn ich online bin … und was macht mein Gehirn solange? (2010)

Sehr, sehr nachdenklich wird man als aktive/r Nutzer/in des Internet bei der Lektüre des fundiert technologiekritischen Buchs von Nicholas Carr, dessen Untertitel gleich vorab zum Ausdruck bringt, dass (und wie sehr) das Internet unser ganzes Denken verändert.

Der Autor, schon mit seinem Zeitschriftenbeitrag „Is Google Making Us Stupid?“ in Erscheinung getreten, übersieht dabei keineswegs die nützlichen Aspekte des Netzes und der diversen Services, die online verfügbar sind. Sein Befund im vorliegenden Buch sollte uns jedoch alle zu bewussterem Nutzungsverhalten anregen:

Der permanente Datenstrom (gerade „aus dem“ Web 2.0) überfrachtet das Arbeitsgedächtnis, erschwert den Frontallappen unseres Gehirns, zur konzentrierten Fokussierung zu finden und macht damit die Erinnerungskonsolidierung unmöglich. Wer etwa die faszinierenden Bücher oder Vorträge des Göttinger Neurobiologen Gerald Hüther zur enormen Plastizität des menschlichen Gehirns kennt, wird das leicht nachvollziehen können …

Carrs Schlussfolgerung: Unser Gehirn wird – durch die intensive Internetnutzung – immer „besser“ darin, zu vergessen. Gleichzeitig können wir uns immer schlechter konzentrieren bzw. erinnern.

Lesenswert auch die „Offenlegung“ des Verfassers, wie es denn dann überhaupt zu seinem neuen Buch kommen konnte: Er berichtet von seinem Rückzug in die einsamen Berge von Colorado, um konzentriert schreiben zu können; er erzählt von der Deaktivierung seiner zahlreichen Accounts (Twitter, Facebook …), von regelrechten Entzugserscheinungen (heimliches Abrufen der emails) und von seinem späteren Rückfall …

Prädikat: Ein spannendes und diskussionswürdiges Sachbuch im Zeitalter des Web 2.0!

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