Buch des Monats – Mai 2011

Eric-Emmanuel Schmitt: Das Kind von Noah (2004)

Joseph ist sieben Jahre alt. Er lebt mit seinen Eltern in Brüssel und wächst sehr behütet auf. Sein Leben ändert sich schlagartig, als Brüssel unter deutscher Besatzung steht. Zuerst muss er sich von seinen Eltern verabschieden und wird  bei der adeligen Familie Sully versteckt. Als das zu gefährlich wird, bringen ihn die Sullys in die „Gelbe Villa“  zu Pater Bims. Pater Bims hat es sich zur Aufgabe gemacht, jüdische Jungen vor der Verfolgung zu schützen und ihnen gleichzeitig einen Zugang zu ihrem Glauben zu eröffnen. Der größte Teil dieser Geschichte wird aus der Sicht des kleinen Jungen berichtet. Das Kind von Noah ist die Fortsetzung von Schmitts erzählerischer „Tetralogie der wichtigsten Weltreligionen“, zu der auch die Bestseller Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran und Oskar und die Dame in Rosa gehören.

Besonders gut gefallen hat mir neben der kindlichen Erzählperspektive die Person des Pater Bims. Das Buch gibt Hoffnung und es bietet auch die Möglichkeit, sich mit einer der Weltreligionen auseinanderzusetzen.

Barbara Haslinger

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Einladung Bücherflohmarkt

Am Sonntag, 22. Mai 2011 lädt die Bibliothek Grossraming von 8.00 – 12.00 Uhr in den Kleinen Pfarrsaal, die Bibliothek und den Jugendraum. Bei Kaffee und köstlichen, selbstgemachten Mehlspeisen können ausgeschiedene Bücher zum Flohmarktpreis erworben werden!

Barbara Haslinger

Neue Reihe: Vidcasts

Ab sofort werden in unregelmäßigen Abständen Leserinnen und Leser ihre aktuellen Lieblingsbücher vorstellen, und zwar im Rahmen sogenannter Vidcasts. Dabei handelt es sich um Kurzvideos, die von uns produziert und mit Zustimmung der Betreffenden (oder ihrer Erziehungsberechtigten) auf YouTube bereitgestellt werden.

Den Anfang machen zwei junge Leser aus dem Pechgraben. Sehen Sie hier die erste Video-Buchvorstellung der Bibliothek Grossraming:

Das „Liegende Buch“ von Leipzig

Gestern wurde das „Liegende Buch“ von Leipzig eröffnet: Der moderne und architektonisch äußerst gelungene, letzte Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek.

Nationalbibliotheken darf man sich ruhig als gigantische Archive der Buchkultur – inzwischen aber auch als Depots der Musikkultur, Videokultur usw. – vorstellen.  Wegen des rasanten Zuwachses an Objekten (in Leipzig pro Jahr über 300.000!) müssen Nationalbibliotheken praktisch laufend erweitert werden. Einen spannenden, ersten Einblick in das „Liegende Buch“ von Leipzig bietet ein ARD-Videobeitrag.

Lagerfelds Buchparfum

Karl Lagerfeld, Modemacher von Weltrang, ist dabei, ein Buchparfum zu kreiieren. Damit sollen Bücher auch im Wege des Geruchssinnes, des ältesten Sinnes des Menschen, erlebbar werden.

Das Parfum wird „Paper Passion“ heißen und eine fettige Duftnote haben. Duftexpert/innen können übrigens über dieses neue Parfum schon online diskutieren … Und: Die private Bibliothek des Modeschöpfers umfasst angeblich 300.000 Bände, außerdem betreibt er ein eigenes Buchgeschäft in Paris.

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